Unsere Charta
Hard Facts
Das Festival richtet sich vorrangig an freie Nachwuchskünstler und Gruppen aus den Bereichen Theater, Kabarett und Street Performance, die mit professionellem Anspruch innovative Produktionen erarbeiten. Auch Musiker und Akteure anderer Kunstformen sind willkommen.
Über einen weit definierten Kunstbegriff spricht Fringe die vielfältigen Facetten der Off-Szene an.
Die Teilnehmer melden sich selbst an. Eine Kuratierung der Produktionen findet nicht statt.
Der Festivalzeitraum erstreckt sich über 10-14 Tage als programmatische Klammer von Kaltstart.
Fringe Hamburg wird an verschiedenen ungewöhnlichen Spielorten (Clubs, Bars, Off-Theater, Hinterhöfe, Grünflächen...) im und rund um das Hamburger Schanzenviertel herum ausgetragen.
Die Anzahl und Beschaffenheit der Spielorte hängen von Umfang und Beschaffenheit des Programms eines jeden Jahres ab.
Selbstverständnis
Fringe Hamburg versteht sich als Präsentationsplattform und Echolot für gegenwärtige Strömungen der Darstellenden Künste im jungen Off-Bereich.
Die Organisatoren treten als Mittler zwischen den Künstlern, Spielorten und dem Publikum auf.
Mit seinem Anmeldemechanismus verfolgt das Festival ein radikal demokratisches Konzept und bietet so auch opponierenden Kunst- und Produktionsformen Chancen der erhöhten Wahrnehmung im öffentlichen Raum.
Fringe Hamburg ist nichtkommerziell, überparteilich und konfessionslos organisiert.
Zielsetzung
Ziel ist es, das Potential der deutschsprachigen Off-Theaterszene ohne Vorauswahl zu fördern.
Im Kontext des Nachwuchstheatertreffens Kaltstart Hamburg möchte Fringe den Künstlern die Möglichkeit bieten, sich innerhalb einer hochkarätigen Werkschau zu präsentieren, um so von einem erweiterten Zuschauerspektrum gesehen zu werden.
Dem Publikum soll umgekehrt ein breit gefächerter Einblick in das künstlerische Spektrum der freien Nachwuchstheaterszene ermöglicht werden.
Der zentrale Ort des Geschehens - das Hamburger Schanzenviertel - soll während des Festivalzeitraums über Open-Air-Performances und den Publikumsstrom zwischen den Spielorten belebt werden, um echte Festivalatmosphäre zu erzeugen und einen Beitrag zum kulturellen Erleben innerhalb der Stadt zu leisten.
Struktur der Festival-Organisation
Fringe Hamburg wurde 2009 von Studierenden des Instituts KMM Hamburg gegründet und erstmalig organisiert.
Träger des Fringe Hamburg 2010 ist der Kaltstart e.V.
Das Festivalteam setzt sich aus der Festivalleitung - namentlich Christian Psioda, Daniel Opper, Taylan Günes -, 1-2 Hilfskräften sowie weiteren engagierten Helfern zusammen.
Innerhalb der Festivalleitung arbeiten die Ansprechpartner schwerpunktorientiert
Finanzstruktur
Die Grundfinanzierung des Festivals wird über Drittmittel und die Teilabgabe der aufführenden Gruppen gedeckt. Dies betrifft die Kosten für PR/Marketing, Personal und Infrastruktur.
Festivalleitung und Hilfskräfte arbeiten ehrenamtlich ggf. mit Aufwandsentschädigung.
An die teilnehmenden Künstler werden weder Gagen noch sonstige die Produktion betreffende Kosten übernommen. Im Gegenzug erhalten die Teilnehmer 80 % ihrer Einnahmen.
Die von der Festival-Organisation einbehaltenen 20 % der Einnahmen werden ausschließlich zur Fehlbedarfsfinanzierung von PR/Marketing sowie zur Vorfinanzierung des Festivals im darauf folgenden Jahr verwendet.
Die Idee - Eine kreative Invasion
Fringe [=Umrandung] steht für ein Gegenkonzept zu klassischen Theaterfestivals, die ihre Teilnehmer anhand bestimmter Auswahlverfahren einladen. Zu einem Fringe-Festival laden sich die Gruppen selbst ein, sofern sie die Teilnahmebedingungen akzeptieren.
Das erste Fringe-Festival entstand vor rund 60 Jahren als "Guerilla"-Sparte zum Edinburgh Festival, dem renommiertesten Kulturfestival Schottlands. Heute pflegen beide Festivals eine einander bereichernde Koexistenz und bilden so gemeinsam das größte Theaterfestival Europas, das jährlich im Sommer stattfindet. Fringe ist dabei nicht die "B-Seite", sondern es präsentiert ein breites Spektrum innovativer Produktionen, die in einem freien Kontext entstanden.
Wir wurden angestiftet!
Im Rahmen der Initiative Anstiften! - 50 Impulse für Hamburg der Körber-Stiftung erhielt unser Festival als eines von 66 Hamburger Kulturprojekten den Förderpreis. Ausschlaggebend für die Vergabe waren vor allem kulturelle Innovation sowie die Stärkung der Stadt Hamburg als Kulturmetropole. Dankenswerter Förderpartner ist neben der Stiftung selbst die Rölfs WP Partner AG.

