Pressespiegel 2009
Für hartgesottene Theaterfans gibt es kein Sommerloch. Die staatlichen Häuser machen zwar Pause, aber das ist noch lange kein Grund, jetzt auf Schauspielkunst zu verzichten.
Hamburger Abendblatt, 9. Juli 2009
Gemeinsam ist man stärker. Die beiden Theaternachwuchsfestivals "Finale" und "Kaltstart", beide nun im vierten Jahr, schließen sich zusammen und nehmen das neue "Fringe"-Festival unter die Fittiche.
Hamburger Abendblatt, 7. Juli 2009
Das Ziel heißt eindeutig Hamburg. Aus ganz Deutschland reist dieser Tage junges kreatives Volk - Schauspieler, Musiker, Regisseure, Dramaturgen und derlei mehr - in die Hansestadt. Wegbleiben wäre wahrscheinlich auch dumm für die eigene Karriere. Denn: "Hier braut sich was zusammen"! Die Idee hinter der Partnerschaft: Durch Absprachen, Terminkoordination und einen gemeinsamen Auftritt als "Plattform Junges Theater" macht man sich unwiderstehlich! Denn parallel zu den vielen Vorstellungen sollen die insgesamt zehn tollen Tage auch als eine Art Fachmesse dienen. Hier werden Talente gesichtet und Kontakte geknüpft.
Hamburger Morgenpost, 13. Juli 2009
Die ?Schanze? ist mittlerweile eine feste Adresse für jede Klassenreise nach Hamburg sowie der Stolz der Hamburg-Werbung. [...] Obwohl das Viertel einst als Kreativreaktor der Stadt galt, geprägt von Musikern, Künstlern, Netzaktivisten, Modemachern und Architekten, hat die Polarisierung zwischen Schaufenster-Glotzen und ? Einschmeißen bedenklich zugenommen. Nun hat sich hier ein Theaterfestival etabliert, das aus dem Stadtteilkonflikt ?Konsumgeilheit gegen Konsumkritik? ein Geschäftsmodell entwickelt hat. [?] Im vierten Jahr ist ?Kaltstart? allerdings längst kein reiner Talentschuppen für Nonames mehr. Ernst Stötzner tritt hier mit seinem Scott-Fitzgerald-Solo auf, Stadttheater schicken ihre ?schrägen? Produktionen, freie Gruppen treten an, um künstlerische Qualität und Eigenart außerhalb des Stadttheaters zu beweisen.
Süddeutsche Zeitung, 21. Juli 2009
Wenn sich etwas zusammenbraut, kann das aus kultureller Warte betrachtet durchaus positive Aspekte haben. So wie bei den drei Nachwuchsfestivals ?Finale?, ?Kaltstart? und ?Fringe. [?] Die drei nun haben sich freundschaftlich zu einer in Deutschland einzigartigen Konstellation zusammengeschlossen als Theaterplattform, Fachmesse, Kontaktbörse und Diskussionsforum für Theaterinteressierte, ohne dass Verdrängungs- und Konkurrenzgedanken aufkommen.
Die Welt, 07. Juli 2009
Jetzt haben es also auch die hiesigen Theaterleute und sonstigen darstellenden Künstler für sich entdeckt: das Festival ohne Kurator, wie es die Bildenden Künste seit langem praktizieren. Eine Präsentation von künstlerischem Nachwuchs, die nicht durchs Sieb einer Jury gegangen ist.
taz, 07. Juli 2009
Im Hamburger Schanzenviertel braut sich was zusammen. Schlagzeilen über neue Chaoten-Demos wird es aber nicht geben. [?] Die Festival-Trias will den Theaternachwuchs aus "dem Reserve-Status" herausholen, ihm mit der Plattform ein Präsentationsforum für interdisziplinäre Kreativ- und Explosivkraft verleihen. [?] Ob Hamburg aber künftig im Sommer zu einer "Hochburg" und zu einem Treffpunkt für junge Theatertalente werden soll, hängt nicht allein vom kollegialen Geist und dem Publikumserfolg des Pilotprojekts, sondern auch vom kulturpolitischen Willen in der Stadt.
Nachtkritik.de, 15. Juli 2009

